Eine flexible Energielösung von GETEC im Econopark in Berlin senkt den Energieverbrauch, reduziert die CO₂-Emissionen und liefert eine klimafreundliche Vorlage, an der sich andere Immobilienanbieter orientieren können.
Im Berlin des 19. Jahrhunderts konzentrierte sich die Lederproduktion entlang der Flüsse, darunter auch entlang der Panke im Norden der Stadt. Damals verursachte die Gerber- und Lederwarenindustrie erhebliche Umweltbelastungen, weshalb der Fluss als „Stinkende Panke“ bekannt wurde. Die Lederproduktion wurde in verschiedenen Formen bis 1992 fortgeführt. Seitdem hat sich das Gebiet beeindruckend erholt. Besonders deutlich wird dies am Econopark in der Pankstraße 8–10, dem Standort einer ehemaligen Lederfabrik.
Die acht markanten roten Backsteingebäude wurden unter der Eigentümerschaft von GSG Berlin, einem der größten Anbieter von Büro- und Gewerbeflächen in Berlin, vollständig modernisiert. GETEC arbeitet mit GSG zusammen, um diese Immobilien mit flexiblen und kosteneffizienten Energielösungen auszustatten. Für den Econopark bedeutet dies eine geschätzte Einsparung des Energieverbrauchs von 50 % und eine Reduzierung der CO₂-Emissionen um bis zu 85 % (etwa 446 Tonnen pro Jahr), wobei 90 % der Wärmeversorgung aus erneuerbaren Quellen stammen. Dieses Leuchtturmprojekt dient zugleich als Blaupause für die nachhaltige Transformation weiterer Gebäude im GSG-Portfolio.
Reduzierung des Energieverbrauchs
Reduzierung der CO₂-Emissionen
Wärmeversorgung aus erneuerbaren Quellen
„Wir haben ein System eingeführt, das sowohl heizen als auch kühlen kann, wobei die Umsetzung nahezu keine Kosten für die Mieter verursacht hat“, sagt Martin Kuhn, Projektingenieur bei GETEC. „Für GSG Berlin liegt der Mehrwert unserer Zusammenarbeit nicht nur darin, dass wir die Investitionslast übernehmen, den Bauprozess unterstützen und den Anlagenbetrieb optimieren, sondern auch darin, die Verantwortung für die Wärme- und Kälteversorgung im Rahmen des Contractings zu übernehmen.“
Die Vorteile eines flexiblen Energiemixes
Zuvor wurde im Econopark ausschließlich mit Gas geheizt (eine Kühlung gab es nicht), was zu hohen Energiekosten und erheblichen CO₂-Emissionen führte. Durch die Einführung eines flexiblen Energiemixes mit einer gesamten Heizleistung von 2.300 kW ermöglicht GETEC GSG Berlin, die Auswirkungen schwankender Energiekosten zu minimieren, einen stabilen Betrieb sicherzustellen und gleichzeitig die Umweltbelastung des Standorts zu reduzieren.
Das nachhaltige, flexible und kosteneffiziente Energiekonzept nutzt die Umgebungsluft als Wärmequelle und verfügt über ein intelligentes Energiemanagementsystem für eine bedarfsgerechte Wärmeverteilung. Es umfasst zwei reversible Wärmepumpen (je 400 kW) zur Erzeugung von Wärme und Kälte, zwei Pelletkessel (je 350 kW) für eine nachhaltige Wärmeversorgung sowie einen Erdgaskessel (1 MW) als Spitzenlastreserve an sehr kalten Tagen. Der große Speicher (30 m³) kann sowohl Wärme als auch Kälte speichern. Die Kombination dieser Systeme bietet eine geschätzte Leistung von 1,7 MW Wärme und 700 kW Kälte.
„Wir freuen uns über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit GETEC, nicht nur wegen der Reduzierung von CO₂-Emissionen und Energieverbrauch, sondern auch, weil wir wertvolle Erfahrungen für weitere Projekte gesammelt haben, die unseren Mietern klimafreundliches Heizen und Kühlen ermöglichen. Dass dies ohne zusätzliche Kosten für Büro- und Gewerbemieter sowie ohne weitere bauliche Eingriffe in die Immobilien möglich war, stellte einen wichtigen zusätzlichen Vorteil dar.“
Gökhan Okan - Head of Energy and Sustainability Management, GSG Berlin
An den Ufern der Panke
Der Econopark hat mehr als 200 Mieter, darunter Sicherheitstechniker, Hersteller, Kurierdienste, Speditionen, Musikproduzenten und eine große Kantine, die mehr als 30 % der Berliner Schulen mit Essen versorgt. Es gibt Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie gemeinschaftlich genutzte Farm-Küchen, die die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den vor Ort arbeitenden Menschen fördern.
GETEC hat hier erfolgreich eine komplexe und nachhaltige Energielösung in die bestehende Gebäudestruktur integriert und dabei die vorhandene Heizungsinfrastruktur und die bestehenden Heizkörper genutzt. In Anerkennung dieser herausragenden Leistung wurde das Projekt für den renommierten RealGreen Award der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) nominiert.