Innovative GETEC-Technologie: Mehr Effizienz für die Industrie

Die Bundesregierung hat die Steigerung der Energieeffizienz als einen wichtigen Baustein zum Gelingen der Energiewende identifiziert. Energie, die eingespart wird, muss nicht erzeugt, transportiert oder gespeichert werden. Vor allem aber: Sie muss nicht bezahlt werden.

Für Industriebetriebe sind die Energiekosten ein wichtiger Standortfaktor. Wer Energie einspart, hat mittelfristig nicht nur weniger Kosten, er verringert langfristig auch das sich aus energiepolitischen Rahmenbedingungen ergebene wirtschaftliche Risiko.

Der Energiedienstleister GETEC hat mit dem Wärmetransformator ein Verfahren zur Marktreife gebracht, das nicht genutzte Abwärme wieder einsetzbar macht. Damit eröffnet sich energieintensiven Industrien eine interessante Möglichkeit, ihre Energieeffizienz erheblich zu steigern und damit die Energiekosten zu senken.

Abwärme wieder nutzbar machen

In Industrieunternehmen entsteht in Produktionsprozessen oft Abwärme, die aufgrund eines zu geringen Temperaturniveaus nicht mehr genutzt werden kann. Hier gehen große Mengen Wärme – und damit wertvolle Energie – verloren. So wird ein großer Teil der in industriellen Prozessen anfallenden Abwärme auf einem Temperaturniveau zwischen 60 °C und 110 °C an die Umgebung abgegeben. Eine Nutzbarmachung dieser Wärme ist vor dem Hintergrund der speziell zu behandelnden Wärmeträgermedien meist unwirtschaftlich oder technisch zu aufwändig. Beispiele für den Anfall derartiger Abwärme finden sich insbesondere in der Lebensmittel-, Papier,- und Chemieindustrie. Gleichzeitig besteht in diesen Branchen ein großer Bedarf an Wärme auf einem Temperaturniveau von etwa 120 °C, z. B. für Koch-, Eindampf-, Destillations- und Trocknungsprozesse.

GETEC entwickelt Verfahren zur Abwärmenutzung

GETEC hat nun ein innovatives Verfahren entwickelt, mit dem ein seit den 1950er Jahren bekanntes Prinzip des Wärmetransformators erfolgreich technologisch umgesetzt wurde. Mit dieser Technologie könnten große Teile der Abwärme genutzt und erhebliche Energieeffizienzpotentiale gehoben werden. Bis zu 30 TWh oder mehr als 15 Mio. Tonnen CO2 Einsparung pro Jahr ist damit möglich.

GETEC hat das Verfahren in einer Pilotanlage in Staßfurt erfolgreich betrieben und zur Marktreife gebracht. Hier wird die Energie von warmen Abwasser genutzt, um Prozessdampf für Destillationskolonen bereitzustellen. Dabei werden etwa 50 % der Abwärme von 90 °C auf 120 °C transferiert. Das Besondere: Das Verfahren funktioniert ohne zusätzlich Energie aufzuwenden. Möglich wird dies durch spezielle Absorptions- und Desorptionsprozesse, bei denen die freiwerdende Kondensationswärme zur Dampfbereitstellung genutzt wird.

Steigerung der Energieeffizienz

Im Vorfeld wurden mit Hilfe von mathematischen Modellen einzelne, speziell auf die Eigenheiten des Prozesses abgestimmte Apparate konstruiert, in Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke Universität getestet und ausgereift. Mit dem Betrieb der Pilotanlage gelang es den Gesamtprozess abzubilden und die Technologieentwicklung erfolgreich abzuschließen. GETEC hat damit ein lange bekanntes physikalisches Verfahren so weiterentwickelt, dass es für Industriebetriebe eine interessante Option ist, ihre Energieeffizienz erheblich zu steigern und damit die Energiekosten signifikant zu senken.

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